++ zuletzt aktualisiert am: 23.06.2018 + Seitenaufrufe: 246838 ++

Oberbayerisches
Jugendvergleichsfliegen 2005
in Paterzell

Philipp Mittel und Christiane Schad belegen die Plätze 6 und 10.
Manschaftswertung 2. Platz!

Am Freitag, den 09. September ging es mit Mindestausrüstung, d.h. mit zwei Autos, einer Ka 8 und Zubehör, Gepäck, zwei Helfern (Werner, Luggi) und zwei Piloten (Christiane, Philipp) in Richtung Paterzell. Wir kamen so gegen 20 Uhr an. Die neuen Gebäude in Paterzell sind zwar noch nicht komplett fertig gestellt, aber sie waren schon bewohnbar und so ging es ans Ausladen, Ka 8 verzurren um dann möglichst schnell unser Abendessen einzunehmen.

 

Es gab wie üblich in Paterzell am ersten Abend bestes Chili. (Aber dieses Mal war’s nicht die Vorspeise ) Danach wurde dann noch etwas geratscht und sich schon einmal mental auf den morgigen Tag vorbereitet. Am nächsten Tag gab es zwar kein Weckservice, es kamen aber trotzdem alle rechtzeitig aus den Federn bzw. aus dem Schlafsack.
Nach einem guten Frühstück, welches keinen Extrawunsch aufkommen ließ, folgte dann das Aufbauen der 94, wobei uns Verstärkung aus Eichstätt und Geratshof zu Hilfe kam. Anschließend kam es zum obligatorischen Briefing, in dem die wichtigsten Punkte des Platzes erklärt wurden.

 

Die in dem Briefing gewonnen Erkenntnisse wurden während der nun folgenden Einweisungsstarts vertieft. Die letzten Einweisungsstarts waren gerade vorbei als ein Briefing schon den ersten Durchgang einläutete. Im ersten Durchgang war es wichtig, dass man den Start ordentlich absolviert, danach die Rollübung richtig und sauber durchführt und anschließend noch genügend Höhe hat um eine richtige Landeeinteilung und einen 5-Sekunden-Slip zu fliegen und dann möglichst dann auch noch das „9er“- Feld zu treffen. Dies gelang den Teilnehmer mehr oder weniger gut. Ein Teilnehmer nahm die Platzrundenerklärung vom Einweisungsstart zu genau und flog die Platzrunde komplett aus - obwohl er schon im Gegenanflug fast auf Baumwipfelniveau dahinschlich. Philipp hatte nach dem 1. Durchgang, beim Zurückschieben des Fliegers, eine unangenehme Begegnung mit einem nahe liegenden Graben .

 

Kurz vor dem 2. Durchgang gab es noch mal ein Briefing, in welchem kritische Punkte und die neue Übung -Kreiswechselflug- abgesprochen wurde. Für manche Windenstartpiloten war die Ausklinkhöhe zu gering um zwei Vollkreise zu fliegen und deshalb entschieden sie sich aus Sicherheitsgründen bloß einen Kreis zu fliegen. In diesem Durchgang gab es keine besonderen Vorkommnisse, außer dass ein Pilot gemeint hatte, dass er in ca. 30m Höhe noch seinen 5-Sekunden-Slip fliegen muss.

 

Im 3. Durchgang wurde dann noch die gewünschte Hochgezogene Fahrtkurve von den Piloten geflogen. Der Durchgang wurde dann noch etwa für eine halbe Stunde unterbrochen, weil der Seitenwind zu stark wurde um einen gleichmäßigen Durchgang zu gewährleisten. Nach einem Testflug von einem Jurymitglied (Platzierung im unteren Drittel ) konnte dann der dritte und letzte Durchgang zu Ende geführt werden.
Nach den Wertungsflügen konnten die Jungpiloten und deren Betreuer noch ein paar beeindruckende Manöver bei einem Swift-Kunstflug bestaunen. Danach wurde noch aufgeräumt, die Flieger abgebaut und in den Anhängern verstaut. Die Theorie wurde dann auf den morgigen Tag verschoben, da nach dem Abendessen zu spät gewesen wäre. Das Abendessen war, wie am Vortag, hervorragend. Es gab Steaks, Würstl und Salate und danach konnte man sich bei ein paar Drinks und Musik entspannen, noch mit den restlichen Teilnehmer feiern und schon einmal mögliche, und nicht zuletzt durch den etwas angeheiterten Zustand schwere Theorieaufgaben mit den Anderen diskutieren. Die Party endete für manche früher und für die „Partygeister“ ging sie bis zum bitteren Ende.

 

Am nächsten Morgen gab es wieder keinen Weckdienst und deshalb war die Zeitspanne vom ersten bis zum letzten „Frühstücker sehr groß. Nach dem Frühstück wurden die Theoriefragen mehr oder weniger erfolgreich von den Teilnehmer beantwortet. Einer wurde sogar wegen zu offensichtlichen Abschreibens an einen Einzeltisch versetzt. Kurz vor dem Mittagessen gab es dann noch die Siegerehrung:
Florian Bergér aus Eichstätt gewann das diesjährige Jugendvergleichsfliegen. Philipp Mittel und Christiane Schad aus Neuburg erreichten den 6. und 10. Platz. In der Teamwertung schaffte das Team Neuburg/Geratshof den 2. Platz vor dem Team Weilheim-Peißenberg und nach dem Team Dachau. Ein Dank gilt den Paterzellern wegen der wieder einmal sehr guten Organisation und an unsere Helfer Werner und Luggi. Wir sind auch sehr froh, dass das Wetter einigermaßen mitgespielt und gleichmäßig fliegbar war. Nächstes Wochenende geht’s für unsere zwei Piloten schon weiter beim Bayerischen Jugendvergleichsfliegen.