Mit einer feierlichen Zeremonie hat die Fluggruppe Neuburg einen bedeutenden Meilenstein in ihrer Vereinsgeschichte begangen: Die neue Halle am Flugplatz wurde offiziell eingeweiht und gesegnet. Zahlreiche Ehrengäste, Mitglieder sowie Freunde und Unterstützer des Vereins waren der Einladung gefolgt, um diesen besonderen Anlass gemeinsam zu feiern.
Die Segnung der neuen Anlage übernahmen Stadtpfarrer Herbert Kohler sowie der evangelische Pfarrer Herbert Sperber aus Marienheim. Mit einer netten Geschichte vom Adler, der zwischen Hühnern aufgewachsen war und dem Himmel entgegen strebte, spielten sie auf den Wunsch der Piloten wieder ins Cockpit zu steigen an. Außerdem betonten sie, die Halle stehe nicht nur für Fortschritt und Infrastruktur, sondern auch für Zusammenhalt und Engagement innerhalb des Vereins.
Genau dieses Engagement war es auch, das den Bau der neuen Halle überhaupt erst möglich machte. Bereits im Jahr 2024 wurde in der Mitgliederversammlung der Grundstein für das Projekt gelegt. Von Beginn an war klar: Es sollte nicht nur ein Bauvorhaben werden, sondern eine Investition in die Zukunft des Vereins. In den folgenden Monaten wurde geplant, diskutiert und organisiert – und vor allem mit angepackt.
Ein großer Teil der Arbeiten wurde auch in Eigenleistung durch die Mitglieder erbracht. Rund 1000 Arbeitsstunden flossen in das Projekt ein. Ob Elektroinstallationen, Innenausbau oder organisatorische Tätigkeiten – viele helfende Hände sorgten dafür, dass die Kosten im Rahmen blieben und gleichzeitig eine hochwertige Umsetzung gelang. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Neben einer modernen Werkstatt für Ultraleichtflugzeuge bietet die neue Halle nun auch ausreichend Platz für Material und Geräte, die bislang nur unzureichend untergebracht waren.
Der Hallenbau ist damit nicht nur ein baulicher Fortschritt, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die Leistungsfähigkeit des Vereins. In einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement keine Selbstverständlichkeit mehr ist, setzt die Fluggruppe Neuburg damit ein starkes Signal.
Gleichzeitig bot die Veranstaltung Anlass, auf die lange und bewegte Geschichte des Vereins zurückzublicken. Denn in diesem Jahr feiert die Fluggruppe Neuburg ihr 75-jähriges Bestehen. Die Wurzeln reichen zurück bis in die frühen 1950er Jahre, als sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder erste Flugbegeisterte zusammenschlossen. Mit einfachsten Mitteln und viel Idealismus wurde der Segelflug in der Region neu aufgebaut. Was damals mit kurzen Gleitflügen am Hang in Rohrenfels begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem etablierten und leistungsfähigen Verein.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Ernennung von Peter Unglert zum Ehrenmitglied der Fluggruppe Neuburg. In einer persönlichen Laudatio wurden seine außergewöhnlichen Verdienste gewürdigt. Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg prägt Peter als Werkstattleiter maßgeblich die technische Betreuung der Flugzeuge und des gesamten Materials. Seine Arbeit zeichnete sich stets durch höchste Sorgfalt, Fachkompetenz und Verantwortungsbewusstsein aus. Die Ernennung zum Ehrenmitglied wurde daher von großem Applaus begleitet.
Am Ende des Tages stand nicht nur die Einweihung eines neuen Gebäudes, sondern vor allem das Gefühl, gemeinsam etwas Großes erreicht zu haben.
Mit Stolz blickt die Fluggruppe Neuburg auf ihre 75-jährige Geschichte zurück – und zugleich mit Zuversicht in die Zukunft.

