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01.08.2026 Samstag

Nachdem am Vortag bereits alles vorbereitet und verstaut wurde, konnten am Samstag morgen bei leichter Bewölkung alle Fahrzeuge und Flugzeuge in Richtung Ellwangen aufbrechen. Die gewohnte Umgebung konnte schnell bezogen werden und der Empfang durch Roland und andere Freunde der Fliegergruppe Ellwangen war gewohnt herzlich. Schnell hatten wir uns eingelebt.

Die ersten Starts haben dann bei besten Verhältnissen noch am gleichen Tag nicht lange auf sich warten lassen. Windenbetrieb und F-Schlepp auf der Piste 29, bei leichtem Wind und schönstem Wetter.

Währenddessen sind Renate und Karre einkaufen gefahren, um für die Woche ausreichend Proviant zu besorgen. Abends konnte Renate eine äußerst motivierte Kochcrew zu Höchstleistungen antreiben und hat mit einer kräftigenden Nudel-Pfanne die perfekte Grundlage für den ersten Abend geschaffen. Bis spät in die Nacht wurde zusammen gesessen und über den Tag gesprochen, über die Pläne für die Woche und auch der Rückblick auf vergangene Fliegerlager nicht gescheut. In diesem Jahr zum elften Mal in Ellwangen. Freibier gibt es dazu von Heiko.

 

 

02.08.2026 Sonntag

Der Tag beginnt pünktlich um 8.30 Uhr mit dem Briefing um das weiterhin perfekte Wetter zu nutzen. Heute mit stärkerem und böigerem Wind aus Nord-Ost – gestartet wird auf der Piste 11.

Peter und Uwe haben einen Ausflug mit dem Motorsegler nach Gunzenhausen unternommen, um Libella und Hüpfburg für 1,50 Euro zu genießen. Was für ein Angebot!

Währenddessen hat Wolfgang es sportlicher angehen lassen – zumindest was die Fliegerische Leistung angeht: er hat es trotz mauer Thermik über Ellwangen auf 4,5 Stunden Flugzeit gebracht – Heimweh und tolle Wolken haben ihn gleich zu einem Wendepunkt nähe Neuburg gezogen.

Ein erneut heißer Tag wurde mit einer Gulaschpfanne beendet und danach in den gemütlichen Teil überführt. Claus hat sein fliegerisches Können mit der Drohne bewiesen – die anschließende Wanderung ins Maisfeld hat von der eher dürftigen Fußballperformance einiger Flieger mit den Kindern perfekt abgelenkt.

Renate hatte die Wette um den Transponder verloren – und muss infolgedessen Uwe das Bier servieren, der es sofort genießt und nutzt. Beide wissen jetzt: Die Transponder in der Mücke und im Mose sind unterschiedlich. Freibier wird von Sebastian zur Verfügung gestellt.

 

03.08.26 Montag

Erneut startete der Tag mit einem Briefing um 8.30 Uhr und auch einer Manöverkritik der letzten Tage. Teil des Briefings, das Wolfgang morgendlich organisiert, soll es nicht nur sein, den anstehenden Tag zu besprechen, mit Wetter, Abläufen und individuellen Plänen, sondern auch der Austausch von kritischen und sicherheitsrelevanten Details. Das Wetter ist sehr gut und heiß, aber man merkt auch, dass am Nachmittag Kraft und Konzentration nachlassen. So wird insbesondere dieser Umstand und der Umgang mit Flugzeugen und Personen im Start- und Landebereich besprochen.

Der Tag verläuft glücklicherweise ohne Zwischenfälle und weiterhin bestes Wetter lassen die Fliegerherzen höherschlagen. Dabei kommen sowohl die insgesamt fünf Flugschüler auf ihre Kosten aber auch Mitglieder mit eigenen Flugzeugen und Nutzer der Vereinsflugzeuge. Die Fluglehrer, die sich die Woche aufteilen bringen sich mit voller Hingabe ein und so ist bei jedem der Flugschüler bereits Fortschritt erkennbar, was letztlich auch die Schulflüge interessanter macht.

Im benachbarten Aalen finden die Junior Weltmeisterschaften im Segelfliegen statt. Dieses Ereignis wird von vielen interessiert verfolgt. Erstmalig kam es gegen Abend zu Gastlandungen in Ellwangen – von Litauen und der Schweiz. Die Ankündigung per Funk war nach erster sprachlichen Überraschung schnell gemeistert und die Landungen sorgten für viel Aufsehen.

Abends gab es dann Chili con Carne und gleich vier Kisten Freibier von Jens, Norbert, Claus und Uwe (Ossi). Heiko hat es so gut geschmeckt, dass er einen halben Zahn geopfert hat und am Tag darauf beim Zahnarzt vorstellig wurde.

Parallel fand auch wieder einmal das Seefest statt. Wir haben uns dieses Jahr jedoch gegen eine Teilnahme entschieden und uns für einen Verbleib im Lager entschieden. Das Feuerwerk konnten wir dennoch sehen. Parallel kamen die Gitarren zum Einsatz. Nicht nur für die beiden Kinder Pauline und Leon ein magischer Moment, weswegen die Gruppe um die drei Musikanten immer größer wurde. Werner hatte für jeden Geschmack ein passendes Lied dabei.

Gerald hatte indes ein privates Tet-a-Tet im romantischen Rothenburg ob der Tauber – laut seiner Aussage mit der eigenen Ehefrau (Anm. der Reaktion: nicht geprüft). Bemerkenswert ist, dass er trotz hochsommerlichen Temperaturen die schnelle Abfahrt bevorzugte und ohne Duschen losgefahren war.

Karre und Thomas haben sich entschlossen, mit ihrem geliebten Mose einen Ausflug zu genießen.

Hier der Bericht:

Zuerst musste ein Ziel gefunden werden. Also Landegutscheinheft „befragen“. Die Mosel erschien uns als bevorzugte Richtung angemessen. In diesem Gebiet, das wir noch nie beflogen hatten, entscheiden wir uns für den Flugplatz Traben/Trarbach. Dieser kann auch ohne Flugleiter angeflogen werden. Jetzt ging der Spaß schon los… über den Vereinsflieger eine PPR beantragen! Dies wurde zum Glück umgehend bestätigt. Nun konnte der Flugplan ausgearbeitet werden.

Wir starteten kurz vor 11:00 Uhr. Erst flogen wir Richtung Schwäbisch-Hall, dann über Mannheim zum Wendepunkt Kirn, von hier Westkurs Richtung Trier. Dort konnten wir das Porta Nigra deutlich erkennen. Weiter flogen wir der über die Moselschleifen Richtung Nordosten zum Zielflugplatz. Der erste Anflug war etwas zu hoch, deshalb starteten wir durch. Der zweite Anflug hat super gepasst und wir sind nach 2:28 Stunden Flugzeit sicher auf der sehr ausgetrockneten Graspiste 36 gelandet. Der Mose wurde mit neugieren Blicken von wenigen Zuschauern vor dem ungarischen Flugplatzlokal abgestellt.

Bei deutlich über 30° C im Schatten suchten wir uns einen schattigen Platz im Lokal und freuten uns auf gekühlte frische Getränke und eine sehr gute ungarische Gulaschsuppe bei der es an Würze nicht fehlte. Diese brachte uns zusätzlich zum Schwitzen, was uns zu weiteren Getränken trieb. Die Mosel ist ja eine bekannte Gegend für gute Weine und deshalb hat Thomas zwei Flaschen Wein für unsere geliebten Fliegerlagerabende im Lokal gekauft. Zufällig war der Weinbauer, der diese Weine ans Lokal liefert, auch zum Essen hier.

Nun war es Zeit für den Rückflug nach Ellwangen. Um 14:35 Uhr starteten wir auf der abfallenden Piste 18. Weil Karre am Hinflug nicht bemerkte, dass die Handykamera auf Selfie-Modus umgeschaltet war, hatte er nur Nahaufnahmen von seinem Gesicht fotografiert, anstatt die berühmte Porta Nigra an der wir vorbeigeflogen waren. Deshalb mussten wir natürlich am Rückweg nochmal nach Trier fliegen! In Trier war aber auch der Funkmast als Marker, an dem wir Kurs Richtung Osten zum Segelflugplatz und Kursänderungspunkt Kirn begonnen hatten. Von Kirn ging es wieder zurück Richtung Mannheim und dann weiter Richtung Schwäbisch-Hall.

Jetzt mussten wir uns Gedanken machen, ob wohl das Benzin bis Ellwangen reicht! Nachdem wir den Flugplatz Mannheim überflogen hatten, sahen wir in großer Entfernung die Kühltürme von Neckarsulm. Die Tankanzeige hatte ¼ unterschritten und wir mussten uns entscheiden, in Mosbach-Lohrbach zu landen um zu tanken.

Danach konnten wir entspannt die Heimreise fortsetzen, die noch ca. eine Stunde Flugzeit in Anspruch nahm.

Auf dieser Strecke flogen wir wieder am Flugplatz Schwäbisch-Hall vorbei. Das Wetter sah in Kursrichtung nicht mehr so gut aus und wir hofften, nicht in ein Gewitter zu geraten. Nachdem wir aber die Frequenz von Ellwangen gerastet hatten, hörten wir einen Funkspruch der YY und jetzt war klar, dass in Ellwangen noch geflogen wird und das Wetter gut war. Um 17:56 Uhr landeten wir wieder in Ellwangen und der sehr schöne Ausflug war zu Ende.

 

04.08.2026 Dienstag

Nach einem sehr heißen Montag sollte es am heutigen Dienstag nochmal heißer werden und wir bereiteten uns bereits im Briefing darauf vor. Darüber hinaus haben wir besprochen, wie das richtige Verhalten beim Schleppen ist – insbesondere bei den heißen Temperaturen und den böigen Winden. Auch das Verhalten im eventuellen Notfall bei Ausfall des Motors zwischen den Windrädern Richtung Osten wurde besprochen. Gestartet wurde auf der Piste 29, besonderer Wert wurde auf ausreichend Schattenplätze neben der Flugleitung gelegt.

Renate ist mit Karre und Paul wieder einkaufen gefahren, denn Essen und insbesondere Getränke sind schnell ausgegangen.

Für einige Flugschüler ist es das erste Mal, dass sie einen Start an der Winde erleben. So auch für Leon und Pauline, die ihre ersten Windenstarts mit Wolfgang und Werner erlebten und total begeistert sind. „Ein bisschen wie Achterbahn fahren“.

Werner und Heiko haben am Nachmittag mit den Kindern einen Ausflug an den Badesee gemacht – das kam mindestens genauso gut an.

Norbert kommt nach einem ausgedehnten Flug nahezu euphorisch zurück und beschreibt diesen gar als den „ geilsten Flug des Jahres“: Erst Richtung Hayingen, dann den Blick auf das Harburger Zementwerk, 420km mit 107er km/h Schnitt – Spitzensteigwert 5-6m/s – 1100m in 6 Minuten. 

Auch Sebastian konnte Imposantes berichten. So hat er sich nahe Aalen gemeinsam mit ca. 25 anderen Fliegern, allesamt wohl Teilnehmer der Weltmeisterschaft, gemeinsam einen Thermikbart geteilt, gefolgt von einem langen Flug über die Alp.

Das Verstauen der Flugzeuge in der Halle gestaltet sich indes immer interessanter und erinnert an 3D-Tetris. Nur durch den kreativen Ansatz, den Mut Einzelner und die gemeinsame Umsetzung konnten immer alle Flugzeuge sicher in der Halle verstaut werden - zum Erstaunen der Ellwanger, die so viele Flugzeuge wohl noch nie in ihrer Halle gesehen haben.

Und dann am späten Abend das erste Mal Regen – trotz vieler Drohgebärden durch dunkle Wolken und Gewittergebiete aber erst gegen 22 Uhr und die Nacht durch.

  

05.08. Mittwoch

Erneut wird mit 36 Grad ein heißer Tag erwartet. Flugbetrieb auf der Piste 29. Den Schlepp übernimmt Jens, der sich insbesondere beim Warten am Boden – in der eher zu heiß temperierten Mücke - sehr geduldig zeigt. Auch an der Mücke gehen die Temperaturen nicht spurlos vorbei – die maximalen Öltemperaturen von 130 Grad sind bei quasi nahtlosen Starts schnell erreicht.

Auch an der Winde herrscht Hochbetrieb. Zwei Seilrisse und ein Fehlstart haben zu viel Lerneffekt geführt. Gegen Mittag kamen noch dazu ca. 15 Kinder und Jugendliche an den Start um das Fliegen zu erfahren, Ellwangen hatte dazu Ferienflüge angeboten. Diese haben ordentlich Bewegung in die Abwicklung gebracht.

Karre und Thomas haben einen Ausflug nach Winzeln-Schramberg gemacht, da Eutingen und Hahnweide geschlossen waren. Zur Stärkung gab es Pizza und Kaltgetränke.


Am Flugplatz war dann abends eine De.Havilland DH.89 Dragon Rapide ehemals von Swissair zu Besuch. Neben vielen Starts und Landungen konnten wir auch das Anwerfen der Motoren bezeugen – was noch echte Handarbeit ist. Jens hat versucht, es mit der Mücke gegen die De.Havilland aufzunehmen – ein etwas unfairer Kampf.

Renates Kommentar: „Der kleine Jens möchte gerne vom Flugfeld abgeholt werden“…

Norbert fand an einzelnen Wolken die Möglichkeit über die Basis zu steigen. Auch Wolfgang hat es in einer 15km langen Wolkenstraße, die wegen des starken Höhenwindes wie ein Hang wirkte, auf Flightlevel 100 geschafft und einen fantastischen Flug erlebt.

Abends gab es Kasspatzen. Nach dem Essen war zu spüren, dass aufgrund der hohen Temperaturen und der kurzen Nächte vielen die Kraft ausgeht und es schnell ruhiger wurde. Die Abgeschiedenheit des Flugplatzes erlaubt eine tolle Sicht auf den Sternenhimmel - viele Satelliten wurden gesichtet welche kreuz und quer über den Himmel schossen. Die unmittelbare Nähe der Duschen zum Zeltplatz hat schon mehrfach Dramen erahnen lassen - Leon und Claus haben am Abend bewiesen, dass Duschen ein lautstarkes und spaßiges Erlebnis sein kann.

  

06.08. Donnerstag

Briefing: Flugbetrieb auf der Piste 29. Wieder heiße Temperaturen vorher gesagt. Jens berichtete über seine Reise nach Frankreich und die positiven Erfahrungen sowohl mit der deutschen, als auch der französischen Flugsicherung.

Renate konnte für sich dann noch eine besondere Premiere feiern: ihre erste Außenlandung am Fuße des Hesselberg. Nach eigenen Aussagen und denen des Bergungstrupps (sowie eines extra gestarteten Aufklärungsfluges) war es eine schöne Landung. Sie hatte sich ein optimales Feld ausgesucht und so sind weder Mensch noch Maschine zu Schaden gekommen. Bergungstrupp Sebastian und Claus, Aufklärungsflug Thomas und Karre.

Die gute Thermik hat auch den Schülern geholfen ungewohnte Übungen zu machen - vom Trudeln über die Sturzflugbremse bis hin zu Slippen mit Klappe.

Die Kinder haben daneben die hochsommerlichen Temperaturen und die Ruhe auf dem Flugfeld genutzt, um Claus‘ Frisbee zu nutzen.

Am Abend gab es den ersten und einzigen Bestechungsversuch der Redaktion, Namen zu verschweigen. Dieser wurde akzeptiert, das Bier angenommen.

Timo ist zum Abendessen aus Aalen zugeflogen und wurde mit Fleischpflanzerl und Kartoffelsalat begrüßt. 

 

07.08. Freitag

Auch der letzte Flugtag beginnt mit dem morgendlichen Briefing um 8.30 Uhr. Anders heute: Es werden moderate Temperaturen erwartet und es wird besprochen, wie mit den Flugzeugen am Abend verfahren wird. Wehmut kommt auf, aber es verspricht ein guter letzter Flugtag zu werden. Den Schlepp übernimmt heute anfangs Thomas. Jens schnappt sich die Dynamic und fliegt mit Christian an den schönen Bodensee. Mit geliehenen Fahrrädern erleben die beiden eine schöne Tour am Bodensee.

Besonderes Highlight ist der erste Alleinflug von Cornelius. Nach drei tadellosen Flügen mit besten Landungen erwartet ihn Wolfgang mit einer kurzen Rede und einem besonders schönen Blumenstrauß. Alle Fluglehrer und Vereinskollegen gratulieren und geben dem Erfolg mit einem kräftigen Klops auf den Po den nötigen Nachdruck. Es wird ein Gruppenfoto gemacht.

Um einen Ausblick auf das Kommende zu geben hat Renate als Fluglehrerin bei Claus und Heiko eine kleine Überraschung eingebaut und den plötzlichen Seilriss beim F-Schlepp simuliert. Nach ein bisschen Fluchen und dem ein oder anderen kreativen Lösungs- und Überzeugungsversuch sind alle gut zurück zum Flugplatz gekommen.

Auch bei den Kindern merkt man, dass die Tage Eindruck hinterlassen haben und sie sich schon gut mit den verschiedenen Flugzeugmustern, Fachbegriffen und dem Umgang mit den Flugzeugen auskennen. Es wird fleißig mit angepackt.

Am Nachmittag muss dann der Start von Richtung 11 auf 29 umgebaut werden weil der drehende Wind eine immer größere Herausforderung wurde.

Alles in allem ein wunderschöner Flugtag, an dem jeder auf seine Kosten gekommen war. Hier hat sich auch Renate nochmal besonders viel Mühe für ihre Schüler gegeben, so dass jeder eine schönen Abschlussflug hatte. Werner konzentrierte sich an diesem Tag auf seine Mose Auffrischungsschulung, um die Lizenz aufrecht zu erhalten.

Am Abend gingen alle zusammen in den Gasthof „zum grünen Baum“ in Pfahlheim und genossen schwäbische Küche, bevor es zurück im Lager mit einem von Werner bestens vorgeplanten Rum-Tasting ins eigentliche Finale geht.

 

08.08. Samstag

Auch der Tag der Abreise beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück an der langen Tafel. Thomas hat ein letztes Mal frische Brötchen geholt und der Eierschalensollbruchstellenverursacher kommt ein letztes Mal zum Einsatz bevor es ans finale Einpacken geht. ASK13 und ASK21 werden von der Mücke und der Dynamic zurück nach Neuburg geschleppt. Alles verläuft problemlos und alle blicken auf ein erfolgreiches und vor allem schönes Fliegerlager 2026 zurück.

Ein herzlicher Dank geht wieder an unsere Fliegerfreunde aus Ellwangen, die uns immer mit sehr viel Respekt und Vertrauen behandeln – ein wichtiger Grund warum wir uns dort so wohl fühlen.

 

Heiko, Thomas, Karre: vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Bericht, der einen tiefen Einblick in diese Woche ermöglicht und viele Erinnerungen festhält. Top gemacht!!

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Mit einer feierlichen Zeremonie hat die Fluggruppe Neuburg einen bedeutenden Meilenstein in ihrer Vereinsgeschichte begangen: Die neue Halle am Flugplatz wurde offiziell eingeweiht und gesegnet. Zahlreiche Ehrengäste, Mitglieder sowie Freunde und Unterstützer des Vereins waren der Einladung gefolgt, um diesen besonderen Anlass gemeinsam zu feiern.

Die Segnung der neuen Anlage übernahmen Stadtpfarrer Herbert Kohler sowie der evangelische Pfarrer Herbert Sperber aus Marienheim. Mit einer netten Geschichte vom Adler, der zwischen Hühnern aufgewachsen war und dem Himmel entgegen strebte, spielten sie auf den Wunsch der Piloten wieder ins Cockpit zu steigen an. Außerdem betonten sie, die Halle stehe nicht nur für Fortschritt und Infrastruktur, sondern auch für Zusammenhalt und Engagement innerhalb des Vereins.

Genau dieses Engagement war es auch, das den Bau der neuen Halle überhaupt erst möglich machte. Bereits im Jahr 2024 wurde in der Mitgliederversammlung der Grundstein für das Projekt gelegt. Von Beginn an war klar: Es sollte nicht nur ein Bauvorhaben werden, sondern eine Investition in die Zukunft des Vereins. In den folgenden Monaten wurde geplant, diskutiert und organisiert – und vor allem mit angepackt.

Ein großer Teil der Arbeiten wurde auch in Eigenleistung durch die Mitglieder erbracht. Rund 1000 Arbeitsstunden flossen in das Projekt ein. Ob Elektroinstallationen, Innenausbau oder organisatorische Tätigkeiten – viele helfende Hände sorgten dafür, dass die Kosten im Rahmen blieben und gleichzeitig eine hochwertige Umsetzung gelang. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Neben einer modernen Werkstatt für Ultraleichtflugzeuge bietet die neue Halle nun auch ausreichend Platz für Material und Geräte, die bislang nur unzureichend untergebracht waren.

Der Hallenbau ist damit nicht nur ein baulicher Fortschritt, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die Leistungsfähigkeit des Vereins. In einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement keine Selbstverständlichkeit mehr ist, setzt die Fluggruppe Neuburg damit ein starkes Signal.

Gleichzeitig bot die Veranstaltung Anlass, auf die lange und bewegte Geschichte des Vereins zurückzublicken. Denn in diesem Jahr feiert die Fluggruppe Neuburg ihr 75-jähriges Bestehen. Die Wurzeln reichen zurück bis in die frühen 1950er Jahre, als sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder erste Flugbegeisterte zusammenschlossen. Mit einfachsten Mitteln und viel Idealismus wurde der Segelflug in der Region neu aufgebaut. Was damals mit kurzen Gleitflügen am Hang in Rohrenfels begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem etablierten und leistungsfähigen Verein.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Ernennung von Peter Unglert zum Ehrenmitglied der Fluggruppe Neuburg. In einer persönlichen Laudatio wurden seine außergewöhnlichen Verdienste gewürdigt. Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg prägt Peter als Werkstattleiter maßgeblich die technische Betreuung der Flugzeuge und des gesamten Materials. Seine Arbeit zeichnete sich stets durch höchste Sorgfalt, Fachkompetenz und Verantwortungsbewusstsein aus. Die Ernennung zum Ehrenmitglied wurde daher von großem Applaus begleitet.

Am Ende des Tages stand nicht nur die Einweihung eines neuen Gebäudes, sondern vor allem das Gefühl, gemeinsam etwas Großes erreicht zu haben. 

Mit Stolz blickt die Fluggruppe Neuburg auf ihre 75-jährige Geschichte zurück – und zugleich mit Zuversicht in die Zukunft.

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Die Fluggruppe Neuburg e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Neuburg in den vergangenen Wochen einen spannenden Kurs rund um das Thema Segelfliegen veranstaltet. Der Kurs war schnell ausgebucht und so konnte die Fluggruppe acht Teilnehmer verschiedenen Alters bei der Veranstaltung begrüßen. Der Kurs bestand aus einem Theorieteil in den VHS Schulungsräumen sowie einem praktischen Teil am Flugplatz.

Im Theorieteil wurden die grundlegenden Prinzipien des Fliegens vermittelt – von der Aerodynamik über die Flugzeugtechnik bis hin zur Navigation. Anschließend konnten die Teilnehmer ihr Wissen in die Praxis umsetzen: Am Flugplatz durften sie selbst im Segelflugzeug und im Motorsegler Platz auf dem Pilotensitz nehmen und das Flugzeug – unter Anleitung der Fluglehrer Renate und Sebastian – eigenständig steuern.

Bei traumhaftem Wetter an beiden Praxistagen genossen alle Teilnehmer die atemberaubende Aussicht auf die Umgebung und das besondere Gefühl des Fliegens. Die Begeisterung war jedem ins Gesicht geschrieben, und so ging der Kurs als voller Erfolg zu Ende.

Vielleicht hat der eine oder andere Teilnehmer dabei ja Lust bekommen, selbst den Flugschein bei der Fluggruppe Neuburg zu machen!?

Alles in allem eine tolle Aktion mit viel positivem Feedback. Ein herzlicher Dank geht an die beiden Mitglieder Renate und Sebastian, die den Kurs oranisierten und als erfahrene Trainer und Fluglehrer zur Verfügung standen.

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Die Fluggruppe Neuburg e.V. hielt am 20.03.2026 ihre Jahreshauptversammlung ab und konnte dabei auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurückblicken. Der Erste Vorsitzende Wolfgang Hesche eröffnete die Versammlung und begrüßte die anwesenden Mitglieder. Nach der Genehmigung des Protokolls der Jahreshauptversammlung 2025 folgte ein umfassender Überblick über die Aktivitäten und Entwicklungen des vergangenen Jahres.
Nach dem Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft war ein zentraler Punkt der Versammlung der Bericht des Kassenverwalters, der die finanzielle Lage des Vereins darlegte. Die Kassenprüfer bestätigten eine ordnungsgemäße Führung der Finanzen, sodass die wirtschaftliche Basis trotz der Realisierung des Neubaus der Halle weiterhin als sehr stabil bezeichnet werden kann.

Großes Interesse galt zudem dem aktuellen Stand der Bauarbeiten am Vereinsgelände, die bereits größtenteils abgeschlossen sind. Neben dem Fortschritt und der erreichten Teamleistung, wurde auch auf die geplante Einweihungsfeier am 09. Mai 2026 hingewiesen.  

Im weiteren Verlauf präsentierte der Erste Vorsitzende aktuelle Flugstatistiken, die einen detaillierten Einblick in die Nutzung des Flugplatzes und die Entwicklung des Flugbetriebs gaben. Ergänzend dazu erfolgte von Christian Enders eine Einweisung in die Nutzungsordnung des Flugplatzes ND-Zell, um einen sicheren und regelkonformen Betrieb weiterhin zu gewährleisten.

Ein sensibles Thema stellte die Lärmproblematik dar, die im Rahmen eines eigenen Briefings vom Lärmschutzbeauftragten Thomas Archinger ausführlich behandelt wurde. Der Vorstand betonte die Bedeutung eines verantwortungsvollen Flugbetriebs im Einklang mit den Interessen der Anwohner.

Zum Abschluss der Versammlung wurden Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit, sowie für besondere sportliche Leistungen geehrt. Den Pokal für die Größte Jahresgesamtleistung an gemeldeten Flügen auf Vereins-Segelflugzeugen konnte der Erste Vorsitzende an Renate Mäußl überreichen.
Außerdem stachen bei den geleisteten Baustunden besonders zwei Mitglieder hervor, die der erste Vorsitzende Wolfgang Hesche mit der silbernen Vereins-Ehrennadel ehrte:
- Peter Unglert
- Karl-Heinz Förg
Und nach dem Gruppenfoto wurde auch der Vorsitzende überrascht, als ihm der Schriftführer Sebastian Rönz ebenfalls die silberne Verein-Ehrennadel als Dank für die Planung und Organisation dieses Vorhabens überreichte.

Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr den starken Zusammenhalt innerhalb der Fluggruppe Neuburg e.V. sowie das gemeinsame Ziel, den Verein auch in Zukunft erfolgreich weiterzuentwickeln.

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Reinhold hatte einen Besuch bei den Rettungsfliegern im Klinikum Ingolstadt organisiert. Schließlich musste er sich ihm vergangenen Jahr auf den den Dienst der Rettungsflieger verlassen und er ist immer noch begeistert von der Leidenschaft und Hilfsbereitschaft der damaligen Besatzung. Außerdem stehen unsere Flugbetriebsleiter auch oft mit der Hubschrauberbesatzung per Funk in Kontakt, wenn "Neuburg Radio" angerufen, und der Status der Kontrollzone abgefragt wird. Deshalb wurde der Termin mit Spannung erwartet und irgendwie hat es auch niemanden so recht überrascht, dass wir erst noch eine halbe Stunde warten mussten - denn der Hubschrauber war gerade noch in Regensburg auf einem Einsatz. Doch gleich nach der Ankunft und dem Auftanken ging es los.    

Rettungspilot Bernhard Stadler stellte uns seine Airbus H135 bis ins kleinste Detail vor. Wenn man jeden Tag 3-4 Einsätze fliegt, kennt man den Hubschrauber natürlich auch bis ins kleinste Detail. Auch die Notfallsanitäterin Julia stand Rede und Antwort und freute sich, den ehemaligen Patienten wieder gesund und munter zu treffen. Auch sonst erfuhren wir viel über den täglichen Ablauf des Flugbetriebs, die Wartungsanforderungen, die technischen Besonderheiten, usw.  
Mit einem kleinen Geschenk verabschiedete sich die Fluggruppe Neuburg nach diesem wirklich begeisternden Einblick in die Rettungsfliegerei beim ADAC und freut sich schon jetzt auf den nächsten Kontakt per Funk auf 129,855 MHz.. 

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